Fahed Halabi Artist

Fahed Halabi wurde am 1. Januar 1970 in Majdal Shams in den Golanhöhen geboren. Diese sind ursprünglich ein Gebiet im Westen von Syrien. Seit dem Sechstagekrieg von 1967 werden die westlichen zwei Drittel dieser Landschaft von Israel besetzt. Er studierte Bildende Kunst in der Beit Beirl School of Art (HaMidrasha) in Tel Aviv, Israel. Das Beit Berl College ist eine multidisziplinäre akademische Einrichtung, die sich mit den Bereichen Erziehung, Gesellschaft, Kunst und Kultur befasst. In Beit Berl, wo die Erziehung als wichtiges Mittel zur Förderung gesellschaftlicher Veränderungen und sozialer Gerechtigkeit betrachtet wird, studieren Juden und Araber Seite an Seite zusammen.

"Jede Kunst ist politisch."

"Meiner Meinung nach ist der Status der Frauen in einer Gesellschaft der wichtigste Standard um zu messen, wie fortschrittlich eine Gesellschaft ist. Der Nahe Osten zeichnet sich in der Regel durch magische Farben, helle Sonne, seine kulturelle und ethnische Vielfalt, beeindruckende Natur und vielfältige Topographie, eine ausgezeichnete Küche und seine Gewürze aus. Aber diese magischen Farben beginnen zu verblassen und verwandeln sich langsam erst zu grau und dann zu schwarz, wenn die drei Tabus Religion, Politik und Sex einbezogen werden.

Es ist eine Gesellschaft, die durch das Königreich der Himmel regiert wird, beherrscht durch männliches Denken und obsolete Traditionen, abgeleitet von der Religion, dem Stamm und familiärem Partikularismus. Die Farben verblassen, wenn wir an die Rechte der Frauen denken, insbesondere an ihre sexuellen Rechte, denn solche Gedanken werden als verboten angesehen und diese Tabus und der bloße Verweis auf diese Rechte werden kriminalisiert.

Die Anfänge dieses Projekts reichen bis in das Jahr 2000 zurück. Ich versuche dadurch zum einen meine persönliche Erfahrung zum Ausdruck zu bringen – als jemand, der in einer religiösen Familie aufwuchs – und zum anderen, die allgemeine Realität, in der arabische und orientalische Frauen leben, die Beziehung der Frau zu sich selbst und ihrem Körper und gleichzeitig zu Männern, auszudrücken. Mein Gefühl der Solidarität mit meiner Mutter und meinen Schwestern und die Verteidigung der Rechte der Frauen war meine primäre Motivation dieses Projekt zu beginnen und weiterzuführen, wobei ich mir meiner Position als orientalischer Mann, der im Nahen Osten aufgewachsen ist, voll und ganz bewusst bin.

Expressive Malerei ist der dominante Stil, der diese Bilder definiert, er verwandelt sich aber in einigen Fällen zu abstrakter Malerei – genauso wie der Gegenstand der Malerei, der menschliche Form vermeidet und sich zum Thema der Natur umwandelt. Orientalisch-monochrom ist eine einzigartige Erfahrung, die ich lebe und durch die ich mich selbst herausfordere, und die einer ständigen Kontinuität und Entwicklung unterliegt.“